Archive for the 'Verschlüsselung' Category

Verschlüsselt Chatten

Auf mehrfache Anfrage hier noch mal eine kurze Linkliste zum Thema “Instant Messaging und Verschlüsselung”

Gründe für die Verschlüsseung finden sich hier und übertragen auch hier.

Verschlüsselung mit Jabber/XMPP und Pidgin (OTR) auf dieser Seite
und eine Anleitung zum verschlüsselten Chatten mit ICQ, Jabber und dem Client Miranda (+OTR) bei Missy.
Der Umstieg vom ICQ-Clienten auf Miranda oder Pidgin ist auch ohne Verschlüsselung schon eine Empfehlung wert, da beide Programme den PC (nach eigener Erfahrung) weniger auslasten und vor allem Verbindung zu verschiedensten Protokollen zu lassen:
Client ICQ verbindet nur zum Protokoll ICQ,
Miranda und Pidgin ermöglichen unter anderem die Verbindung zu XMPP, Yagoo, AIM, Gadu-Gadu, MSN. Also nur ein Programm für viele verschiedene Chat-Protokolle.

Zwei kurze Anleitungen, die es ermöglichen sowohl mit dem (leider) weitverbreiteten Protokoll “ICQ”, als auch mit dem Open-Source-Projekt XMPP/Jabber verschlüsselt zu chatten. Übertragen funktionieren diese beiden Anleitungen natürlich auch mit allen anderen Protokollen, wie AIM, MSN, etc.

Weiterführende Links:
Was ist Jabber?
Was ist OTR?
OTR-FAQ

Der Spiegel und Festplattenverschlüsselung

Der Spiegel hat sich in seinem Netzwelt-Ticker jetzt auch des Themas der Cold-Boot-Attacke auf verschlüsselte Festplatten angenommen:

Ein Hacker, Mitarbeiter der Flughafen-Sicherheit oder der neugierige Ehepartner bootet den Rechner neu

Also am Flughafen wird der Rechner wohl meistens aus sein, ein Hacker, ähem, der sich mechanischen Zugang zum PC verschafft, muss schon verdammt scharf auf die Daten sein und zum Thema Ehepartner: Auch zu einem solchen Angriff auf eine verschlüsselte Festplatte gehört ein ziemlich hohes Fachwissen, auch in heutigen Zeiten nichts was ein Ehepartner einfach so hat, mal abgesehen davon, dass viele ihren Ehepartner auch einfach vertrauen.

Gegen Ende wird es aber noch besser:

Die Lehre aus der Geschichte: Alle Verschlüsselungen sollte man nur als Aktenkofferschloss betrachten. Sicher genug, um Daten kraft eines schlechten Langzeitgedächtnisses vor sich selbst zu verstecken, aber bereits leicht genug zu knacken für die eigenen Kinder.

1. Ich bin gerne bereit dem Autor meine verschlüsselte Festplatte und einen Aktenkoffer zu schicken. Wenn er meine Festplatte genauso leicht entschlüsselt, wie er den Aktenkoffer öffnet, habe ich wirklich Respekt vor ihm!

2. Generell übersteigt diese Attacke das technische Wissen von Kindern!

Und ,wie schon von mehrfach gesagt, die Sicherheitsmaßnahmen sind ja ganz einfach: Der Rechner läuft solange man davor sitzt, geht man weg, macht man ihn aus. Fertig. Und dann kann ein Angreifer, je nach Passwortlänge, im Idealfall 2^256 Möglichkeiten ausprobieren um an die Daten zu kommen, und das ist dann doch etwas schwerer als einen Aktenkoffer zu öffnen!

Im untersten Artikel über Datenpannen in Großbritannien wird es dann auch nochmal richtig gut:

Die Informationen auf CD wie Computer seien jedoch verschlüsselt und damit auch vor unerlaubtem Zugriff geschützt gewesen (wie beruhigend das ist: siehe oben).

Soweit ich weiß, ist eine CD weder ein laufender Rechner noch hat sie einen Arbeitsspeicher…, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren! Ist zwar postiv, dass sich jetzt auch die großen Zeitungen/Fernsehsender mit dem Thema beschäftigen, doch sollten sie sich schon so genau damit auseinandersetzen, dass sie nicht grundlos tausende Leute in Panik versetzen.

Windows (XP) “sicher” einrichten:

Beta-Version:

Natürlich muss dieser Anleitung nicht Schritt für Schritt gefolgt werden, nicht alle werden beispielsweise ihr Betriebssystem neu installieren wollen, man kann sich also auch einfach die Sachen herauspicken, die man haben will!

Das sicher kann im Text überall in Anführungszeichen gesetzt werden, egal wie sehr man sich bemüht, man erreicht natürlich nur eine relative und keine absolute Sicherheit!

(1. Sichere Installation von Windows XP )

2.Falls 1. übersprungen wurde: Benutzerrechte sinnvoll verteilen

3. Regelmäßige Windowsupdates! Also nicht den Updateservice ausschalten oder ähnliches!

4.Schutz vor Viren und Schutz vor Spyware, dazu steht in den Artikeln selber nochmal einiges, aber generellgilt, zumindest meiner Meinung nach, dass die beiden besten Maßnahmen zum Schutz vor Viren(und auch Spyware) Menschenverstand und regelmäßige Backups der wichtigsten Daten sind!

5.Backup erstellen, wichtige Daten auf externen Datenträger wie Festplatte, DVD, CD,… sichern, am besten verschlüsselt(zumindest später, nach den nächsten Anleitungsschritten). Regelmäßige Backups sind, wie ja schon im Artikel zum Thema Schutz vor Virenerwähnt, eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Computern!

6.Eigene Partition mit Truecrypt verschlüsseln oder einen Container für die wichtigsten Daten erstellen! Gründe für das Verschlüsseln der eigenen Partition sind hier angegeben. Eine sehr gute und leicht nachvollziehbare Video(!!!)anleitung zur Containererstellung gibt es bei fixmbr. Bei Alp Uçkan gibt es ebenfalls eine sehr ausführliche Anleitung, die sogar auf die Installation des Programmes genauer eingeht!

7.die Windows-Systempartition inklusive Auslagerungsdatei sicher und einfach mit Truecrypt verschlüsseln. Einmal Passwortabfrage beim Starten des Computers, ansonsten ändert sich nichts! Wer selbst das bisschenAufwand scheut, sollte zumindest seine Auslagerungsdatei beim Herunterfahren des PCs überschreiben lassen, damit sich nicht etwa das Truecrypt-Passwort dort im Klartext findet!

8.Einen sicheren Aufbewahrungsort für die Passwörter einrichten. Das vorgestellte Programm Keepass Password Safe speichert alle Passwörter in einer verschlüsselten Datenbank, die man nur öffnen kann, wenn man das entsprechende Passwort kennt! Dadurch sind die Passwörter sicher verstaut, man kann sie nicht mehr vergessen und man muss sich nur noch ein einiziges merken, das Passwort zum Öffnen der Datei. Jetzt kann man natürlich auch wesentlich längere Passwörter verwenden, die auch von Keepass selbst erstellt werden können, was die Sicherheit enorm erhöht. Nicht mehr ein Passwort für verschiedene Accounts, das dann oft auch noch unsicher ist, sondern für jeden Account ein einzelnes, sicheres Passwort!

9.Sicher Chatten mit Pidgin (ICQ, AIM, MSN,Jabber,…)und OTR-Verschlüsselung, Pidgin ist ein Programm, dass den Zugriff auf verschiedene Chatprotokolle erlaubt, einfach zu bedienen ist und keine Werbung oder ähnliches mit sich bringt! Die Anleitung erläutert die Installation des Programmes, die Einrichtung eines ICQ- und eines Jabber-Kontos und die Einrichtung der OTR-Verschlüsselung.

10.Sicher per E-mail kommunizieren,einfache Anleitung zum verschlüsselten Versenden von E-mails mit Thunderbird, Enigmail und GnuPG.

11.Anonym im Internet unterwegs mit TOR, einige Links zur Installation des Programmes und Erklärungen. TOR ermöglicht es, den gesamten Internetverkehr über mehrere Server zu leiten, so dass man anonym(er) unterwegs ist!

12.Passwörter sollte man regelmäßig, zumindest alle 1-2 Monate ändern, um Schäden durch ein bekannt gewordenes Passwort möglichst gering zu halten.

In Zukunft:

Daten sicher löschen

Studivz,… etc

Keepass Password Safe Anleitung

Keepass Password Safe ist ein Programm, dass einem erlaubt die eigenen Paswörter in einer verschlüsselten Datei auf der eigenen Festplatte zu speichern und zu verwalten. Der Vorteil dabei ist, dass man sich nur noch ein Passwort, dass zum Öffnen des Passwortsafes merken muss, dies kann deswegen, da es ja das einzige ist, um so länger und sicherer sein. Auch die anderen Passwörter können jetzt länger sei, da man sie sich ja nicht mehr merken muss!  Keepass bietet hier auch die Möglichkeit diese Passwörter per “Zufallsgenerator” zu erstellen, um ein noch größeres Maß an Sicherheit zu erreichen! Wichtig sind natürlich regelmäßige Backups derPasswortdatei auf verschiedene Datenträger, um das Risiko eines Verlustes zu verringern…

Das Programm ist einfach zu bedienen und verbraucht weder viel Festplatten- noch viel Arbeitsspeicher und Rechenkapazität.

Wir laden uns das Programm hier herunter und zwar die Version 1.y und starten die Installation per Doppelklick:

1.Installation: 

letztendlich ist der Installationsprozess völlig selbsterklärend und wer will kann diesen Abschnitt gerne überscrollen:


Die Sprache bleibt wohl bei Deutsch…

Weiter…

Die Lizenz ist im Gegensatz zu vielen andere Programmen mal eine von der netteren Art und kann einfach akzeptiert werden…


Hier kann man den Installationsordner beibehalten oder aber das Programm, um die Sicherheit zu erhöhen, zB auch in einem Truecrypt-Laufwerk installieren, ganz wie einem beliebt.

Die nächsten beiden Bilder kann man kurzerhand mit Weiter und mit Installieren bestätigen, danach erscheint das folgende Fenster:

Hier setzt man den Haken bei Keepass starten und klickt dann auf Fertigstellen, das Programm wird jetzt gestartet!

2.Benutzung: 

Im Hauptfenster startet man mit einem Klick auf File - New den Prozess zum Erstellen einer neuen Passwortdatenbank:

Hier gibt man sein sogenanntes Masterpasswort ein, das Passwort also mit dem man in Zukunft die Datenbank öffnet. Wie üblich sollte das Passwort lang und kompliziert sein, Klein-und Großbuchstaben, sowie Sonderzeichen und Zahlen enthalten und nicht leicht zu erraten sein. Am besten man beachtet diese Hinweise. Etwa 128bit sind auf jeden Fall ausreichend für ein gutes Passwort,zu beachten ist aber, dass diese Angabe nur realistisch ist, wenn die Zeichenanordnung wirklich zufällig ist! Schifffahrtstraße wird auch als sicher bewertet, wobei es das natürlich nicht ist. Es erhält genau die gleiche Bitangabe wie Jghdsgfgalwangz, was natürlich wesentlich sicherer ist!

Also sicheres Passwort auswählen, es im nächsten Fenster zur Bestätigung nochmal eintippen und weiter geht es!

Jetzt wollen wir unseren ersten Eintrag erstellen:

Links ist die Gruppe “General” ausgewählt, per Rechtsklick öffnen wir dann die Auswahlleiste und klicken dort auf Add Entry (Eintrag hinzufügen):

Das Passwort kann man selber eintragen oder man startet mit einem Klick auf das Schlüssel-Symbol(unterhalb des roten Kringels) den Zufallsgenerator! Wenn man den Zufallsgenerator benutzt, würde ich in das Passwort aber noch ein paar Zeichen einfügen! Zufallsgenerator bleibt eben Pseudo-Zufallsgenerator!

Wenn alles fertig eingetragen ist mit OK bestätigen und der Eintrag wird hinzugefügt.

Per Rechtsklick auf den Eintrag kann man Copy Password to Clipboard auswählen, dann wird das Passwort(inzwischen ebenfalls verschlüsselt) in den Zwischenspeicherübertragen und kann von dort per Rechtsklick-Einfügen in jedes beliebige Forumularfeld eingefügt werden. Nie wieder Passwort eintippen, nie wieder Passwort vergessen!

Zusätzliche Sicherheit:

Je größer die in das Feld eingetragene Nummer ist, desto schwerer werden Wörterbucherattacken! Per Klick auf das Symbol rechts des Feldes kann man eine 1-sekündige Verzögerung einstellen, d.h. der PC, an dem man gerade arbeitet, braucht etwa 1s länger um die Datei zu öffnen. Diese Zahl kann maje nach eigener Geduld natürlich noch höher einstellen!

Mehr Sicherheit bietet auch die Verwendung von Keyfiles.

Unsicherheiten bei Festplattenverschlüsselung:

In einem Forschungsprojekt wurde die Möglichkeit untersucht, dass der Schlüssel zum Verschlüsseln der Festplatte/einzelner Containerauslesbar im Arbeitsspeicher gespeichert ist und tata, es war auch so!

Betroffen waren alle getesteten Programme, unter anderem Microsofts Bitlocker, Apples Filevault, das von mir (und nichtsdestotrotz immer noch) gepriesene Truecrypt und dm-crypt (Linux).

Das Auslesen gelang in den meisten Fällen und das ganze Projekt hat für ziemlich viel Wirbel in der Blogosphäre gesorgt. Das ist so, finde ich, nicht ganz nachvollziehbar, denn an sich war die Möglichkeit schon immer bekannt und sicherheitsbewusste Computernutzer haben sich dann auch entsprechend verhalten!

Das Forschungsprojekt hat ergeben, dass der Arbeitspeicher eines PCs in den meisten Fällen noch 2-35 Sekunden seine Daten speichert, darunter auch den Schlüssel für die Festplatte. Läuft der Computer, so sind die Daten natürlich ebenfalls verfügbar. Ein weiteres Ergebnis war, dass man durch Herunterkühlen des Chipsatzes die Speicherzeit enorm verlängern konnte.

Für den normalen Nutzer heißt das aber nur, dass man seinen Computer nicht unbeaufsichtigt laufen lassen sollte und das ,selbst wenn er ausgeschaltet ist, noch etwa 30 Sekunden alle Informationen im Arbeitsspeicher vorhanden sind. Also PC ausschalten, wenn man einkaufen,…geht und ansonsten ,wenn sich verdächtige Gestalten nähern, schön schnell herunterfahren und Sekunden zählen. Für Serverbetreiber stellen sich größere Probleme, aber die sollen uns hier nicht beschäftigen.

Speziell für Notebookbesitzer würde ich empfehlen sensible Daten in Truecryptvolumes zu speichern. Startet man den Laptop, dann gibt man nur sein Festplattenpasswort ein, die Truecryptvolumes werden nur gemountet wenn benötigt( am besten nur in den halbwegs sicheren eigenen vier Wänden) und sollte dann doch mal jemand mit der oben geschilderten Methode versuchen an die Schlüssel heranzukommen, sind die wichtigsten Daten immer noch sicher!

Truecrypt 5.0a

Truecrypt 5.0a fixt einige Bugs der 5.0er Version und beseitigt so die meisten der ohnehin wenigen Fehler, spätestens jetzt man kann wohl unbedenklich(, nachdem man ein Backup der wichtigsten Daten gemacht hat) seine Systempartition verschlüsseln!

Folgende Bugfixes und Verbesserungen sind erfolgt (Quelle) :

Improvements:

  • The memory requirements for the TrueCrypt Boot Loader have been reduced by 18 KB (eighteen kilobytes). As a result of this improvement, the following problem will no longer occur on most of the affected computers: The memory requirements of the TrueCrypt Boot Loader 5.0 prevented users of some computers from encrypting system partitions/drives (when performing the system encryption pretest, the TrueCrypt Boot Loader displayed the following error message: Insufficient memory for encryption).

Bug fixes:

  • On computers equipped with certain brands of audio cards, when performing the system encryption pretest or when the system partition/drive is encrypted, the sound card drivers failed to load. This will no longer occur. (Windows Vista/XP/2003)
  • It is possible to access mounted TrueCrypt volumes over a network. (Windows)
  • TrueCrypt Rescue Disks created by the previous version could not be booted on some computers. This will no longer occur. (Windows Vista/XP/2003)Note: If your TrueCrypt Rescue Disk created by TrueCrypt 5.0 cannot be booted on your computer, please upgrade to this version of TrueCrypt and then create a new TrueCrypt Rescue Disk (select ‘System‘ > ‘Create Rescue Disk‘).
  • Many other minor bug fixes. (Windows, Mac OS X, and Linux)

Verschlüsselung der Systempartition durch Truecrypt wieder entfernen:

Truecrypt bietet die Möglichkeit die Verschlüsselung der Systempartition zu entfernen, die Partition also wieder in den Ursprungszustand zu versetzen. Dies geht schnell und unkompliziert, wobei ich nicht weiß warum sie jemand entfernen sollte! Es gibt genug Gründe sie zu behalten und zumindest ich habe die Verschlüsselung im mehrtägigen Gebrauch kaum bemerkt, von der Passworteingabe beim Systemstart mal abgesehen!

Trotzdem hier eine kurze und aufgrund der Einfachheit des Vorganges wohl eher unnötige Anleitung:

Wir starten Truecrypt und begeben uns, wie auf dem Screenshot, zu System - Permanently Decrypt System Partition:

Da wir uns sicher sind, die Systempartition dauerhaft entschlüsseln zu wollen, klicken wir im nächsten Fenster einfach auf Ja (Sind wir uns sicher???)

Im nächsten Fenster werden wir nochmals gefragt und darauf hingewiesen, dass alle Daten jetzt wieder unverschlüsselt auf die Festplatte geschrieben werden! Da wir sie ja wirklich entschlüsseln wollen, klicken wir auch hier wieder auf Ja.

Jetzt wird die Entschlüsselung gestartet, was je nach Partitionsgröße und Computerhardware eine Weile dauern kann. Truecrypt bietet hier die Möglichkeit mit Defer den Prozess zu unterbrechen und später fortzusetzen!

Am Ende erhalten wir noch eine Erfolgsmeldung, jetzt ist alles wieder beim Alten und der Computer kann wieder ohne Passworteingabe gestartet werden, alle Daten sind wieder ungeschützt!

Truecrypt 5.0: Verschlüsselung der Systempartition (Windows, Anleitung)

Mit der neuen Version von Truecrypt kann nun auch die Systempartition, dass heißt die Partition auf der Windows installiert ist, verschlüsseln! Damit sind ab sofort auch Auslagerungsdatei und alle anderen temporären Dateien verschlüsselt und der Datenschützer hat wieder mal einige Sorgen weniger! Gründe für die Verschlüsselung der Festplatte finden sich hier.

Die folgende Anleitung wurde auf zwei verschiedenen Computern(beide Windows XP) getestet und verlief beide Male problemlos! Trotzdem der Hinweis, dass dies eine neue Version ist, also noch unbekannte Fehler,… auftreten können! Für eventuelle Schäden übernehme ich keine Haftung, prinzipiell sollte aber alles gut gehen!

Trotzdem nochmal eine Erinnerung an die wichtigste Maßnahme bevor man am System herumspielt:

Backup erstellen! Alle wichtigen Daten auf externen Datenträger sichern, dann ist es auch nicht so tragisch, wenn mal etwas schief geht!

Die folgende Anleitung bezieht sich auf Windows XP:

Nach der Installation von Truecrypt starten wir das Programm und

begeben uns zu System - Encrypt System Partition:

Wir wollen nur die Systempartition verschlüsseln(, die anderen können auch noch später verschlüsselt werden), dementsprechend wählen wir Encrypt the Windows System Partition aus und klicken auf Next!

Ist nur ein Betriebssystem installiert, wählen wir im folgenden Fenster Single-boot aus, ansonsten Multi-Boot, diese Anleitung ist für Single-boot:

Im nächsten Fenster kann man die zu verwendenden Algorithmen auswählen, wenn man sich nicht auskennt, ist es aber nicht das Dümmste es einfach so zu lassen, wie es voreingestellt ist! AES und RIPEMD-160 sind als völlig sicher einzustufen!

Im nächsten Fenster geben wir unser Passwort ein! Dieses Passwort sollte sicher sein undman sollte es nicht vergessen, sonst sind alle auf der Partition gespeicherten Daten dahin! Eine Anleitung zum sicheren Erstellen von Passwörtern gibt es unter anderem hier. Der Hinweis im Fenster sagt aber eigentlich auch schon alles, was gesagt werden muss!

Im nächsten Fenster sammelt Truecrypt Zufallsdaten um einen möglichst sicheren Schlüssel zu erstellen, die Maus also durchaus eine oder mehrere Minuten durch das Fenster bewegen! Je länger und “zufälliger”, desto sicherer die Verschlüsselung!

Im nächsten Fenster sehen wir unseren Masterkey und klicken einfach auf Next.

Jetzt kommen wir zum nächsten Punkt:

Dem Erstellen einer sogenannten Rescue-CD. Mit dieser können der Header des Volumes und verschiedene andere Dinge wieder hergestellt werde, wenn sie beschädigt wurden! Dies ist ein wichtiger Schritt! Mit einem Klick auf Next wird die Datei für die RescueCD am angegebenen Ort erstellt( .iso-Endung nicht vergessen!)

Jetzt brennen wir die Datei als CD-Image (.iso) auf eine CD(, dies können zum Beispiel DeepBurner für Windows und K3Bunter Linux) und legen diese ein, jetzt klicken wir auf Next.

Wenn alles richtig gemacht wurde, erscheint das folgende Fenster:

Jetzt entfernen wir die CD noch aus dem Laufwerk und gehen zum nächsten Schritt über!

Wer ganz sicher gehen will, stellt im nächsten Fenster noch die Methode zur Datenlöschung ein, 3mal dürfte in jedem Fall ausreichen und klickt dann auf Next.

Als nächstes folgt der sogenannte Pretest, hierzu muss der Computer neu gestartet werden:

Dann wird man in ezur Passworteingabe aufgefordert! Ist sie korrekt startet Windows ganz normal, ist sie es nach mehreren Versuchen immer noch nicht, kann Windows mit Drücken der Esc-Taste normal gestartet werden, denn dies ist nur ein Test, noch ist nichts verschlüsselt!

Wenn alles geklappthat, bekommen wir im nächsten Fenster mit Pretest completed eine Bestätigung und könne mit Encrypt das Verschlüsseln der Festplatte starten!

Spätestens jetzt sollte man sein Passwort sicher wissen/verwahrt haben!

Im nächsten Fenster wird einen nochmal der Gebrauch der RescueCD erläutert, dann erfolgt die Verschlüsselung, ist diese fertiggestellt, erhalten wir eine Erfolgsmeldung und können den Computer neustarten! Beim Starten muss jetzt, wie schon beim Pretest, ein Passwort eingegeben werden, danach startet das Sytem völlig normal! Öffnen wir jetzt Truecrypt, so sehen wir ganz oben die C:\ (bzw. eine andere, eben die Partition auf der Windows installiert ist) als gemounted!

Fertig, die Systempartition ist verschlüsselt!!! Weitere Sicherheitstipps zur Verschlüsselung der Festplatten und zu den sogenannten cold-boot-attacks findet sich hier!

Truecrypt 5.0 Release: Es ist endlich da!!!

Mit nur wenigen Tagen Verspätung zum ursprünglichen Termin ist jetzt das lang erwartete Truecrypt 5.0 erschienen! Insbesondere das neue “Feature” der Möglichkeit der Systemverschlüsselung unter Windows klingt sehr interessant, eine Anleitung wird sich hierzu wohl in einigen Tagen auf diesem Blog finden lassen! Auch angenehm ist, dass Sha-1 durch Sha-512 ersetzt wurde. Eine Version für Mac OS X und ein GUI für Linux waren auch noch mit dabei! Weitere neue Features finden sich hier.

Update:

Systemverschlüsselung unter Windows getestet:

Man wird gut durch den Installationsprozess geführt, die Installation selber verlief reibungslos und wesentlich schneller als erwartet, das Starten des Betriebssystems (hier Windows XP) verlief ohne Probleme!

Truecrypt 5.0 Release:

Das bald Truecrypt 5.0 herausgebracht wird, ist zwar seit längerem im Gerede, jetzt jedoch gibt es endlich ein festes Datum, den 4.Februar 2008.
Ich muss sagen, ich freue mich ziemlich! Gerade die Möglichkeit zur Verschlüsselung der Systempartition und die Version für Mac OS werden dieses Programm noch nützlicher machen und weiter verbreiten. Das Linux GUI, naja, wenn man halbwegs mit der Konsole umgehen kann und das können wohl die meisten Linuxnutzer ist es wohl eher nicht so wichtig. Kann aber natürlich trotzdem nicht schaden!

Warte jetzt mit meiner Truecryptanleitung noch bis zum Release, der ja hoffentlich am 4.2 sein wird, dann wird es auch hier eine Anleitung geben!