Unsicherheiten bei Festplattenverschlüsselung:

In einem Forschungsprojekt wurde die Möglichkeit untersucht, dass der Schlüssel zum Verschlüsseln der Festplatte/einzelner Containerauslesbar im Arbeitsspeicher gespeichert ist und tata, es war auch so!

Betroffen waren alle getesteten Programme, unter anderem Microsofts Bitlocker, Apples Filevault, das von mir (und nichtsdestotrotz immer noch) gepriesene Truecrypt und dm-crypt (Linux).

Das Auslesen gelang in den meisten Fällen und das ganze Projekt hat für ziemlich viel Wirbel in der Blogosphäre gesorgt. Das ist so, finde ich, nicht ganz nachvollziehbar, denn an sich war die Möglichkeit schon immer bekannt und sicherheitsbewusste Computernutzer haben sich dann auch entsprechend verhalten!

Das Forschungsprojekt hat ergeben, dass der Arbeitspeicher eines PCs in den meisten Fällen noch 2-35 Sekunden seine Daten speichert, darunter auch den Schlüssel für die Festplatte. Läuft der Computer, so sind die Daten natürlich ebenfalls verfügbar. Ein weiteres Ergebnis war, dass man durch Herunterkühlen des Chipsatzes die Speicherzeit enorm verlängern konnte.

Für den normalen Nutzer heißt das aber nur, dass man seinen Computer nicht unbeaufsichtigt laufen lassen sollte und das ,selbst wenn er ausgeschaltet ist, noch etwa 30 Sekunden alle Informationen im Arbeitsspeicher vorhanden sind. Also PC ausschalten, wenn man einkaufen,…geht und ansonsten ,wenn sich verdächtige Gestalten nähern, schön schnell herunterfahren und Sekunden zählen. Für Serverbetreiber stellen sich größere Probleme, aber die sollen uns hier nicht beschäftigen.

Speziell für Notebookbesitzer würde ich empfehlen sensible Daten in Truecryptvolumes zu speichern. Startet man den Laptop, dann gibt man nur sein Festplattenpasswort ein, die Truecryptvolumes werden nur gemountet wenn benötigt( am besten nur in den halbwegs sicheren eigenen vier Wänden) und sollte dann doch mal jemand mit der oben geschilderten Methode versuchen an die Schlüssel heranzukommen, sind die wichtigsten Daten immer noch sicher!

3 Responses to “Unsicherheiten bei Festplattenverschlüsselung:”


  1. 1 Sven

    ccleaner bietet ein löschen der speicherabbilder, was sich nach dem schliessen des truecrypt-laufwerkes sicherlich anbietet.

  2. 2 admin

    ja wobei das das prinzipielle problem ja nicht löst…
    ist der computer erstmal aus ist die gefahr ja sowieso sehr gering, da die meisten chips das speicherabbild nur 5-30 sekunden speichern…
    Grundsätzliches Problem ist ja eher der laufende PC, man kann ihn halt nicht mehr laufen lassen wenn man außer Haus geht

    aber danke für den Tipp, wusste ich noch nicht

  1. 1 Truecrypt 5.0: Verschlüsselung der Systempartition (Windows, Anleitung) at Datenschutz in Würzburg

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