Archive for January, 2008

Staaten, Sammelwahn und Datenverlust

Nur um meine Aussage aus diesem Artikel, den ich wohl nochmal überarbeiten muss, noch etwas zu untermauern:

Britische Behörden verschlampen drei Millionen Führerscheindaten

Daten von hunderttausenden Patienten sind in Großbritannien verloren gegangen 

Daraus kann man nur folgern, dass der Staat nur das nicht verliert, was er auch nicht hat! Und wenn man dann liest, dass das FBI die größte biometrische Datenbank der Welt aufbauen will, und ja auch und gerade das FBI hat schon zahlreiche Daten verloren, kann einem nur Himmelangst werden!

Warum hatten eigentlich all diese Leute, die in letzter Zeit ihre Notebooks verloren haben, ihre Daten nicht verschlüsselt? Dann wäre das alles ein viel kleineres Problem gewesen…

Truecrypt 5.0 Release:

Das bald Truecrypt 5.0 herausgebracht wird, ist zwar seit längerem im Gerede, jetzt jedoch gibt es endlich ein festes Datum, den 4.Februar 2008.
Ich muss sagen, ich freue mich ziemlich! Gerade die Möglichkeit zur Verschlüsselung der Systempartition und die Version für Mac OS werden dieses Programm noch nützlicher machen und weiter verbreiten. Das Linux GUI, naja, wenn man halbwegs mit der Konsole umgehen kann und das können wohl die meisten Linuxnutzer ist es wohl eher nicht so wichtig. Kann aber natürlich trotzdem nicht schaden!

Warte jetzt mit meiner Truecryptanleitung noch bis zum Release, der ja hoffentlich am 4.2 sein wird, dann wird es auch hier eine Anleitung geben!

Wahlcomputer in Hessen

Wie ja zu erwarten war, gab es bei der Verwendung von Wahlcomputern bei den hessischen Landtagswahlen zahlreiche Unregelmäßigkeiten, wie es ja auch von zahlreichen Leuten prophezeit worden war! Wahlcomputer wurden in den Wohnungen von Lokalpolitikern aufbewahrt, oder man ließ die Wahlcomputer einfach mal eine Stunde irgendwo unbeobachtet rumstehen und Wahlhelfer halfen älteren Menschen bei der Stimmabgabe! Wenn man jetzt hört, dass die CDU nur mit 3600 Stimmen Vorsprung gewonnen hat(wobei ich ihr keine Manipulation vorwerfen will) und jetzt haben wir 8 Gemeinden in denen Wahlcomputer eingesetzt wurden, also vermutlich mehr als 3600 potentiell ungültige Stimme, dann ist das doch recht unschön! Auch wenn keine Manipulation stattgefunden hat.

Und da sieht man wieder den Vorteil der guten, alten Papierwahl! Bei einem Maniupulationsvorwurf würde man jetzt einfach alle Wahlzettel nochmal durchzählen und wenn am Ende das gleiche Ergebnis rauskommt, kann man sich sicher sein, dass es keine Manipulation gab! Das wird man hier vermutlich nie sagen können.

Dazu zwei kurze Zitate vom CCC Berlin:

1.Zitat: Weil die Stimmen ausschließlich elektronisch im Gerät (bzw. auf dem Stimmenmodul) gespeichert werden, ist es nachträglich nicht möglich, das Wahlergebnis zu überprüfen. Jede Manipulation der elektronisch gespeicherten Stimmen muss daher unentdeckt bleiben.

2.Zitat:Beim Einsatz von Wahlcomputern werden wesentliche Schritte des Wahlablaufs in das Innere eines Gerätes verlegt und damit der öffentlichen Kontrolle entzogen. Wähler, Öffentlichkeit und selbst Wahlvorstände können nicht mehr nachvollziehen, was im Inneren des Geräten mit den Stimmen geschieht und wie die Ergebnisermittlung im einzelnen vor sich geht. Die Integrität der Wahl hängt damit vom ordentlichen Funktionieren der Wahlcomputer und deren Manipulationssicherheit ab und kann allenfalls noch von den wenigen Personen beurteilt werden, die mit der Prüfung von Wahlgeräten befasst sind.

Und zum Thema “waren verplombt”: Sicherlich und eine Manipuation kann jemand der sichdamit auskennt auch bestimmt feststelln, nur ob das der 63-Jährige Wahlhelfer kann, beziehungsweise überhaupt probiert und nicht einfach die Plombe entfernt?

Das grundsätzliche Problem an Wahlcomputern ist, dass es bisher kein Problem gab. Man braucht ähnlich viele Leute zum Auszählen(die Bestzung eines Wahllokals ist unabhängig von der verwendeten Methode der Stimmabgabe vorgeschrieben), Wahlcomputer sind viel unsicherer, man kann die Wahl manipulieren und man kann etwaige Manipulationen nicht oder nur sehr schwer nachweisen. Und was ist der Vorteil?

Wir haben ein paar Stunden früher ein amtliches Endergebnis und ein paar Leute verdienen mit diesen Geräten eine Menge Geld! Zum ersten kann man nur sagen:

1.Wahlkrimis können spannend sein

2.Ein nahezu sicheres Ergebnis hat man auch ohne Wahlcomputer schon um 19.00 Uhr.

3. Für eine Demokratie ist die Dauer der Stimmauszählung ziemlich unerheblich, die mögliche Manipulierbarkeit einer Wahl dagegen nicht

Zum zweiten muss ich wohl nicht viel sagen, oder?

Links zum Thema:

-Wahlcomputer im Wiki des CCC Berlin

-Bericht von heise.de zur gelungenen Manipulation des Nedap-Wahlcomputer

-Artikel im Focus

-Meldung des CCC zu Unregelmäßigkeiten bei Hessenwahl

-Audiobericht des Hessischen Rundfunks, interessant hier ist, dass von der Gemeindes anscheinend nicht abgestritten wird, dass die Wahlcomputer bei Lokalpolitikern gelagert wurden, nur dem Manipulationsargument wird widersprochen, da die Computer verplombt waren.

-Blog der Süddeutschen Zeitung 

-Frankfurter Allgemeine Zeitung 

Swap / Auslagerungsdatei sicher löschen

Erläuterung:

Windows lagert, wenn der Arbeitsspeicher voll ist, eine Auslagerungsdatei aus, um auf gerade benötigte Daten schnell zugreifen zu können. Dies ist zwar eigentlich recht praktisch, aber es besteht eben auch die Möglichkeit, dass sensible Daten in dieser Datei gespeichert werden, wie etwa Passwörter! Deswegen hier eine Möglichkeit die Auslagerungsdatei beim Herunterfahren des PCs “sicher” löschen zu lassen! Dies schützt zwar nicht vor dem Auslesen der Auslagerungsdatei während der PC läuft, aber zumindest wenn er aus ist!

Anleitung:

Zuerst laden wir uns das Programm Eraser herunter und installieren es, danach begeben wir uns, wie auf nachfolgendem Screenshot gezeigt, zu den allgemeinen Einstellungen( Edit - Preferences - General ):

Und dort angekomme, setzen wir noch den Haken bei Enable clearing of pagefile (swap) at shutdown.

Fertig! Zu empfehlen ist noch unter Edit -Preferences - Erasing die Löschmethode auf 3x oder 7x überschreiben zu stellen, 35mal dauert sehr lange und ist wohl auch als übertrieben anzusehen!

E-mails verschlüsseln mit GnuPG und Thunderbird

Dazu gibt es bereits zahlreiche sehr gute Anleitungen im Internet, darunter die von Alp Uçkan, die sichdurch besondere Anfängerfreundlichkeit auszeichnen.

Zuerst installieren wir nach seiner Anleitung GnuPG auf unserem Rechner, danach folgen wir einer weiteren seiner Anleitungen, um erst Thunderbird zu installieren und dann mithilfe von Enigmail eine vereinfachte Nutzung von GnuPG zu ermöglichen!

Warum sollte man seine Festplatte verschlüsseln?

Dafür kann man verschiedene Gründe anführen, einer davon sind ganz einfach neugierige Geschwister, Eltern und Mitbewohner. Die Verlockung ist sicherlich groß einfach mal zu schauen, was der andere so auf seinem PC hat, seine E-mails und Chatprotokolle durchzulesen oder seine privaten Photos anzuschauen! Auch wenn man seinen Mitbewohner/Verwandten vertraut, man muss sie ja nicht in Versuchung führen und insofern sollte man dieser ganzen Geschichte kurzerhand per Verschlüsselung einen Riegel vorschieben!

Ein weiterer Grund können zum Beispiel Reperaturen sein. Der PC ist kaputt, man gibt ihn zur Reperatur oder lässt einen Fachmann kommen. Sind die wichtigen Daten alle verschlüsselt, kann man sich beruhigt zurücklehnen, während der PC repariert wird. Ansonsten hat man zwei Möglichkeiten. Man sichert alle wichtigen Daten auf eine externe Festplatte, was viel Zeit kostet und löscht sie dann auf dem PC oder man überwacht die Reperatur. Beides ist nicht sonderlich angenehm und mit viel Stress/Zeitaufwand verbunden, wovor einen Verschlüsselung bewahrt.

Hilfreich ist Verschlüsselung natürlich auch bei Diebstahl, gerade bei den besonders gefährdeten Laptops! Sind einem die eigenen Geschwister schon unangenehm, so ist die Vorstellung, dass eine völlig fremde Person Zugriff zu den eigenen Daten erhält noch um einiges beängstigender! Vor allem, wenn man sich vorstellt private Texte und Photos vielleicht auf einmal auf öffentlich zugänglichen Websites oder in Filesharingnetzwerken zu finden. Sind die wichtigsten Daten hingegen verschlüsselt, erhält der Dieb nur Datenmüll!

Ansonsten kann man nur sagen, es kostet nichts, ist ungemein beruhigend und einmal eingerichtet, gewöhnt man sich schnell daran! Meine zwei Truecryptfestplatten kosten mich täglich nicht mal eine Minute! Zweimal Passwort eintippen, das war es! Und das kann es einem schon wert sein!

Installation von Windows XP:

Diese Anleitung ist Teil der Anleitung: “Windows “sicher” einrichten”

1. Wir sorgen dafür, dass der PC keinen Internetzugang herstellen kann, (Kabel entfernen, Wlan-Stick herausziehen)

2. Wir laden auf einem anderen Computer das Service Pack 2 herunter,
oder besorgen es uns aus anderer(,sicherer) Quelle, wie etwa aus einer Computerfachzeitung.

3. Wir legen die Windows XP-Installationscd in den Rechner ein: VORSICHT! Wenn sie die CD einlegen und den PC neustarten, wird das gesamte Betriebssystem neu installiert, alle Daten gelöscht! Also sichern sie vorher die Daten, die sie behalten wollen auf einen externen Datenträger oder folgen sie dieser Anleitung nicht weiter! Alle installierten Programme müssen danach neu installiert werden!

4. Nun startet der Installationsprozess:

Um von CD zu starten beliebige Taste drücken => beliebige Taste drücken

Drücken sie die Eingabetaste um Windows XP jetzt zu installieren

=> Eingabetaste drücken

=> F8: Ich stimme zu, eine andere Wahl hat man wohl nicht, außer man steigt auf Linux, BSD, oder etwas anderes umzusteigen!

(eventuell: Drücken sie die ESC-Taste ,um eine neue Version von Windows zu installieren => Esc-Taste drücken)

Jetzt löschen wir mit der L-Taste alle sichtbaren Partitionen: (Sollten sie jetzt die CD aus dem Laufwerk nehmen, ist noch alles beim Alten, sobald sie die Partitionen gelöscht haben, sind die darauf gespeicherten Daten weg!)

Also L-Taste, dann mit Eingabe und dann mit B bestätigen! Die erste Partition, die wir erstellen, wird die Systempartition, auf die Windows XP installiert wird, die Größe sollte etwa 5 GB betragen (5000 Megabyte).

Den Rest kann man aufteilen, wie einem beliebt, eine Partition für jeden Benutzer und eventuell eine Backup-Partition sind aber keine schlechte EInteilung, insbesondere wenn man das Ganze später verschlüsseln will!

Dann wieder auf die erste Partition gehen, mit Eingabe bestätigen und die Partition mit dem NFTS-Dateisystem formatieren.

Wir folgen dem weiteren Verlauf der Installation, geben Namen und organisation, sowie den Product-Key und den Namen des PCs.

Dann richten wir das Admin-Konto ein, der Name ist beliebig, beim Passwort sollten aber diese Hinweise bedacht werden! 10-12 Stellen sollten genügen!

Danach noch Uhrzeit,… richtig einstellen!

Die Versuche, eine Verbindung zum Internet herzustellen, überspringen wir einfach, denn das haben wir vorhin ja bereits unmöglich gemacht! Dementsprechend lautet unsere Antwort im nächsten Fenster auch “In ein paar Tagen daran erinnern”

Im nächsten Fenster stellen wir die Benutzernamen ein! In das oberste Feld tragen wir Admin/Administrator ein, die restlichen Felder sind beliebig!

Das Betriebssystem wird jetzt geladen, wir benutzen den Account Adminstrator/Admin und befolgen die Empfehlungen aus folgendem Artikel: Benutzerkonten sinnvoll einrichten

Jetzt noch das Servicepack 2 installierenund dann zur Hauptanleitung zurückkehren!

Schutz vor Spyware

Diese Anleitung ist Teil der Anleitung “Windows sicher einrichten”
Es gelten prinzipiell ähnliche Verhaltensregeln, wie zum Schutz vor Viren! Keine unbekannten Programme installieren, ohne sich vorher über sie zu informieren! Das Eintippen von “Programmname + ad-ware, bzw. spyware” bringt oft schon interessante Ergebnisse, wobei man hier aufpassen sollte, was die Quelle ist. Also nicht auf irgenwelche Verschwörungstheorien hereinfallen! Dies gilt insbesondere, aber nicht nur für Programme zum Betreiben von Filesharing u.ä.

Die Installation eines Spywarescanners ist auch keine schlechte Idee, bekannte und anerkannt gute Programme sind:

-Ad-Aware, ein meiner Ansicht nach sehr guter Scanner, der sich sehr einfach bedienen lässt

-Spybot- Search and Destroy, ebenfalls ein gutes Programm, dessen Bedieunung aber nicht so intuitiv wie die von Ad-Aware ist, welches ich für Einsteiger empfehlen würde!

Benutzerkonten sinnvoll einrichten (Windows XP):

Unter Windows XP ist jeder Benutzer prinzipiell Administrator, dies ist zwar inerseits sehr praktisch, da jeder dann ohne Probleme Programme installieren kann, stellt aber auch ein großes Risiko dar, da Viren und andere Schadsoftware so viel mehr Möglichkeiten haben Schaden anzurichten!

Lösungsmöglichkeit I: 

1.Wir gehen also auf Start, dann auf Systemsteuerung und dort auf Benutzerkonten!

Hier sehen wir alle Konten aufgelistet und alle sind Computeradministrator!

(wenn sie der Anleitung “Windows XP sicher einrichten” folgen, haben sie den folgenden Schritt schon hinter sich)

2.Wir gehen auf Neues Konto erstellen, geben dort als Namen Administrator/admin ein und wählen als Kontotypen Computeradministrator aus! Wir schließen das Fenster und machen mit dem nächsten Schritt weiter:

3.Wir gehen auf Start- Abmelden- Benutzer wechseln und loggen uns als Administrator wieder ein, gehen wieder zu den Benutzerkonten und entziehen allen anderen Konten ihre Adminrechte!

Jetzt kann man nur noch mit diesem Konto neue Programme installieren, was zunächst recht nervig ist, aber man gewöhnt sich recht schnell daran!

Lösungsmöglichkeit II: 

Eine andere Variante wäre es, allen Konten ihre Adminrechte zu lassen und ein Konto “Internet” einzurichten und nur mit diesem Konto Verbindung zum Internet herzustellen! So kann jeder noch Programme installieren, dennoch ist die Computersicherheit wesentlich höher!

MD5-Prüfsumme bilden und vergleichen:

Bei vielen Downloads steht neben dem Downloadlink eine längere Zahl, die sogenannte Prüfsumme. Diese ist einzigartig und mit ihr kann man überprüfen, ob die heruntergeladene Datei auch wirklich die Datei ist, die man haben wollte und sie nicht von irgendjemandem ausgetauscht wurde!

Unter Linux muss man dafür nur ein Terminal öffnen und md5 (bzw. sha1,…) und den Pfad der Datei eintippen und schon wird die Prüfsumme errechnet.

Unter Windows ist dieses Programm sehr hilfreich, da es eine sehr einfache Bedienoberfläche hat und man es nicht installieren muss, also zum Beispiel auch auf einem USB-Stick mit sich führen kann! Leider funktioniert es nur für MD5-Hashes.

Zuerst muss man das Programm entpacken/”installieren”, danach erklärt sich die Bedienung eigentlich von selbst. Im oberen Feld die Datei auswählen, im unteren Feld die Prüfsumme von der Website,… eintippen, dann Calculate und danach Compare, wenn die beiden Summen nicht übereinstimmen, weiß man es eine Sekunde später…

Natürlich kann man das Ganze auch benutzen, um von eigenen Dateien Prüfsummen zu erstellen, zum Beispiel um sicher zu sein, dass an bestimmten Dateien nichts verändert wurde während man nicht da war! Dazu die Datei auswählen (…-Symbol) und auf Calculate klicken, schon hat meine eine Checksum beispielsweise seiner Hausarbeit.

Ich muss sagen, dass ich die ganze Seite recht nett finde, werde mir wohl mal einen USB-Stick besorgen und mit den ganzen Programmen und einem Truecryptcontainer ein bisschen rumbasteln…